Corona-Virus (Hinweis: Weitere Beiträge finden Sie rechts in der Spalte „Seiten-Übersicht“ unter >Corona-Virus!)

Sehr geehrte Besucher unserer Homepage, sehr geehrte Mitglieder der TeGeLAn,

aufgrund mehrerer Anfragen in den letzten Tagen bezüglich der Auswirkungen der Ausgangsbeschränkung in Bayern auf die Fischerei hat der Geschäftsführer des VBB e.V. und stellv. Vorsitzender der TeGeLAn, Herr Harald Siller, den folgenden Text aus verschiedenen Quellen, mit Stand 24.03.2020, zusammengestellt:

Die Corona-Pandemie führt täglich zu neuen und geänderten Rahmenbedingungen. Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat bekanntgegeben, dass ab Samstag, 21. März 2020 um 00:00 Uhr in ganz Bayern Ausgangsbeschränkungen gelten. Was heißt das für die Bäuerinnen und Bauern?

Wie wirken sich die vorläufigen Ausgangsbeschränkungen auf die Land- und Forstwirtschaft aus?

Die Landwirtschaft und der gesamte vor- und nachgelagerte Bereich werden von der Staatsregierung und der Bundesregierung als systemrelevante Infrastruktur eingeordnet, da sie die Grundversorgung mit Lebensmitteln gewährleisten.
Laut Allgemeinverfügung sind u. a. die Ausübung beruflicher Tätigkeiten und Handlungen zur Versorgung von Tieren triftige Gründe für das Verlassen der Wohnung.
Mit der nun verfügten Ausgangssperre bleiben alle erforderlichen Tätigkeiten erlaubt

    • zur Versorgung der Tiere auf den Bauernhöfen und in abgelegeneren Stallungen,
    • zur Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen (Acker- und Grünland, Sonderkulturen)
    • zum dafür notwendigen Transport (z.B. Betriebsmittel, Futtermittel, Milch, Tiere, Getreide)
  • Auch Direktvermarktung, Hofläden und Bauernmärkte dürfen unter Beachtung der Abstands- und Infektionsschutzmaßnahen stattfinden. Sie tragen zur Sicherstellung der Lebensmittelversorgung bei.
  • Der Agrar- und Landhandel darf derzeit nach wie vor geöffnet bleiben, da lediglich klassische Bau- und Gartenmärkte eingeschränkt sind.
  • Auch übliche und erforderliche Waldarbeiten und Aufarbeitungsarbeiten von Kalamitätsholz wegen Borkenkäfer und Stürmen sind berufliche Tätigkeiten und daher für Waldbesitzer möglich. Allerdings sind dabei soziale Kontakte zu anderen Personen zu vermeiden und alle möglichen Vorkehrungen für bestmöglichen Infektionsschutz zu beachten.
  • Grundsätzlich kann der erforderliche Betrieb bei Pensionspferdebetrieben unter Beachtung der Schutzregeln – sozialer Kontakt zu anderen Personen minimieren, mindestens 1,5 m Abstand zwischen zwei Personen und alle möglichen Vorkehrungen für bestmöglichen Infektionsschutz – derzeit fortgeführt werden, wenn es um die Versorgung von Tieren sowie um Sport und Bewegung an der frischen Luft (alleine und ohne Gruppenbildung) geht.

BBV-Generalsekretär Georg Wimmer hatte sich am Freitagmorgen bereits vor der Pressekonferenz an die Bayerische Staatskanzlei gewandt und für einfache Regelungen bezüglich der Bewegungsfreiheit der Landwirte und Waldbauern sowie für den alle land- und forstwirtschaftlichen Tätigkeiten eingesetzt.

Speziell betreffend die Teichwirtschaft und Angeln:

Fischbesatzmaßnahmen fallen aus unserer Sicht unter die Ausübung der beruflichen Tätigkeit der Teichwirte. Allerdings sollte es auf das notwendigste Maß reduziert und eventuell erst nach den zwei Wochen durchgeführt werden, ebenso wie weitere Hegemaßnahmen.

Zu beachten wäre dabei grundsätzlich, dass:

  • die Besatzfische vom Teichwirt geliefert werden sollten und nicht von den Vereinsmitgliedern abgeholt werden sollen (mehrere Personen aus unterschiedlichen Familien kommen sonst in einem Auto zusammen).
  • beim Besatz darauf zu achten ist, dass die Fische möglichst mit Behältnissen eingebracht werden, die von einer Person getragen werden können oder ggf. auf andere Besatzmöglichkeiten zurückgegriffen wird (z.B. Verwendung von Rutschen)
  • Beachtung der derzeit allgemein gültigen Hygienemaßnahmen (Abstand von mind. 1,5 – 2 Meter, kein Händeschütteln, Niesen/Husten in Ellbogenbeuge usw.)
  • eine kurze schriftliche Anweisung des Vorstands zu den gebotenen Verhaltensregeln der Mitglieder erfolgt
  • aus der Besatzmaßnahme darf kein „soziales Vereinsevent“ werden, d.h. die damit zusammenhängenden Arbeiten sind auf das erforderliche Maß zu reduzieren und Anschluss fährt jeder wieder heim, ohne gemütliches Beisammensein.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Hecht

Stv. Pressesprecher

presse@stmelf.bayern.de

(letzter satz der mail aus dem Staatsministerium BStMELF: „Sie sehen die Staatsregierung kümmert sich auch um die Fische 😉

Für diese Infos möchte ich mich hier ausdrücklich bei den Verantwortlichen bedanken, wir konnten in der Tat im BStMELF unsere Sorgen vorbringen, wurden ernst genommen, und die Antworten erfolgten umgehend!

B. Feneis

Diese beiden Texte sind auf den Homepages des BBV und VDBA zu finden und werden bei Bedarf aktualisiert. Bitte beschränken Sie sich auf das Mindestmaß an Tätigkeiten an Ihren Teichen. Bei notwendigen Abfischungen nur so viel Personal wie unbedingt notwendig einplanen und die notwendigen Mindestabstände untereinander einhalten.

Kinder und Jugendliche nur zum Zuschauen sollten zu Hause bleiben.

Harald Siller

Geschäftsführer VBB e.V.
Stand: 24.03.2020